Atlasprofilax – Information und Kritik zur Atlas-Korrektur

AtlasProfilax – nützliche Methode oder gefährliche Abzocke?

Auf dieser Webseite finden Sie nützliche Informationen über das Atlasprofilax Verfahren. Informieren Sie sich anhand von Presseberichten und Erfahrungsberichten über das Verfahren.

 

Die Natur ist genial und meist perfekt. Der menschliche Körper und Geist sind hoch komplexe Systeme – wie die ganze Natur und Ihr Kreislauf. Da scheint es sehr unwahrscheinlich, dass ein Grossteil der Menschen mit einem Fehler – mit einem falsch ausgerichteten Atlas auf die Welt kommen. Genau das behauptet jedoch René-C. Schümperli, der Erfinder des Atlasprofilax Verfahren. Bei diesem Verfahren wird der oberste Halswirbel (Atlas) von so genannten Atlasprofis mit Hilfe eines speziellen Gerät massiert und neu ausgerichtet. Dies soll Selbstheilungskräfte aktivieren und sich präventiv positiv auf das Wohlbefinden auswirken. Das Gerät wie auch die Ausbildung bezieht man über den Verein IVDA. Die Preise sind weltweit für jedes Land vorgegeben.

Das Verfahren wird aus rechtlichen Gründen als Wellness- und Präventionsprogramm beworben. Auf der offiziellen Webseite wird zudem klar folgendes deklariert: “Bei der AtlasPROfilax®-Methode handelt es sich weder um ein Diagnoseverfahren noch um eine medizinische Therapie, es werden keine Krankheiten, keine Krankheitssymptome, keine Beschwerden und keine Leiden behandelt.”

Inzwischen gibt es einige Nachahmer, welche ähnliche Verfahren unter folgenden Namen anbieten: Atlantotec, Atlasreflex, Atlasrelax und Atlasbalance.

Hier sammeln wir Informationen und Patientenerfahrungen zum Thema. Machen Sie sich Ihr eigenes Bild, ob Atlasprofilax für Sie interessant sein kann oder nicht.

Pro AtlasProfilax:

Für die Argumente warum Atlosprofilax wirkt und wie die Methode funktioniert, besuchen Sie am besten die Webseite von AtlasProfilax selbst.

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Kritik an AtlasProfilax:

Hier finden Sie neutrale und negative Erfahrungen und kritische Stimmen zum Verfahren von René-C. Tschümperli:

Die aus unserer Sicht fundierteste Kritik am Atlasprofilax-Verfahren stammt von Dr. Michael Polsinelli, DC aus Ohio, USA. In seinem Blog  “Atlasprofilax: A potentially dangerous procedure” äussert er zusammengefasst und übersetzt folgende Kritikpunkte:

  • In den Unterlagen / Broschüren von Atlasprofilax ist beschrieben, dass der Atlas bei allen Menschen in der selben Richtung verschoben ist. Das stimmt nicht! In den tausenden von Röntgenbildern, welche ich gemacht habe, kann ich demonstrieren dass jede Verschiebung anders und individuell ist. Dies ist auch durch die Jahrzehntelange Forschung der NUCCA bestätigt.
  • Durch das verwendete Druckinstrument (um den Atlas zu richten) wird nur einem Teil der Patienten der Atlas korrekt ausgerichtet. Anderen wird der Atlas in die falsche Richtung ausgerichtet.
  • Sollten Nebenwirkungen oder Schmerzen nach der Behandlung auftauchen, wird das als “Healing Crisis” also als Teil des Heilungsprozesses bezeichnet. Es kann sich aber auch um eine durch den Prozess selbst verursachte Verletzung handeln.

Der Standard, Zeitung aus Österreich: Atlasprofilax-Methode: Wellnessanwendung bei Schieflage

Zitate aus dem Artikel:

“Ronald Dorotka, Facharzt für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie, glaubt nicht an die hohe Zahl an angeborenen Fehlstellungen der Halswirbelsäule. “Dazu sind mir keine Studien bekannt, allerdings gibt es viele Fehlfunktionen, die aber durch schlechte Haltung erworben sind”.

“Nach einigen Minuten war der Spuk vorbei. 180 Euro (Preis inklusive einer Nachkontrolle) und gefühlte 10 Kilo Schulterbalast leichter, traten tatsächlich Erleichterung und Entspannung ein.  Einer Rückenmassage um 30 Euro hätte es aber aller Wahrscheinlichkeit nach auch getan.” (Elisa Weingartner, derStandard.at, 15.2.2013)


OTS.at – Gerichtsurteil bestätigt: Halswirbel gehören in die Hände von PhysiotherapeutInnen

Physio Austria warnt vor gesundheitsgefährdenden Therapieangeboten

Wien (OTS) – Die so genannte “Atlasprofilax-Methode”, die immer wieder von Personen, die weder Arzt/Ärztin noch PhysiotherapeutIn sind, zur Korrektur eines vermeintlich verschobenen oder ausgerenkten ersten Halswirbels (Atlas) angeboten wird, kann für KonsumentInnen ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen. Nun wurden derartige Behandlungen per Gerichtsurteil verboten, wenn sie nicht von PhysiotherapeutInnen oder ÄrztInnen vorgenommen werden.
Anlass war die Klage des Berufsverbandes der PhysiotherapeutInnen Österreichs, Physio Austria, gegen eine selbstständige “Energetikerin”, die “Atlasprofilax-Anwendungen” mit Hilfe eines elektrischen Vibrationsmassagegerätes anbot und durchführte.


gesundheitsforum-erfahrungsberichte-atlasprofilax-atklaskorrektur

(verschiedene Erfahrungsberichte auf forumgesund.ch)

Meine negative erfahrung mit Atlasprofilax

“Hallo, ich bin 26 Jahre alt und seit dem 27. April 2012 ist mein Leben eine Fahrt durch die Hölle. Ich bereue diesen Tag unheimlich und wünschte diesen Schritt nie gegangen zu sein. Ich hatte vor der ATLASPROFILAXE nie extreme Beschwerden, war ziemlich verspannt, hin und wieder leichte Kopfschmerzen aber war ok. Leider haben viele Menschen und mein damaliger Physiotherapeut mich zu dieser Behandlung überredet, da es mir NUUUUR gut tun würde und ich danach ein anderer Mensch sei. Wenn ich gewusst hätte was auf mich zukommt…!”

“Das einzige was es uns gebracht hat, waren sehr starke zusätzliche Kopfschmerzen und viel viel Geld erleichterung.
Also lasst die Finger davon, dass ist alles nur Geldmacherrei.
Die Ausbildung dauert nur 1 Wochenende und danach bist du Therapeut.”

“Also auch ich habe eine Behandlung von altlasprofilax in Wien in Anspruch genommen und kann nur davon abraten. Ich plage mich (deswegen?!) nun seit 5 Monaten mit Schwindelbeschwerden (Benommenheitsschwindel) herum. So etwas hatte ich davor noch nie. Ich wollte eigentlich meinem Nacken nur etwas Gutes tun, naja… Also die Wahrscheinlichkeit ist meiner Meinung nach sehr hoch, dass hier ein Zusammenhang besteht. Mein Physiotherapeut kümmert sich jetzt darum, dass wir das wieder hinbekommen. Zu diesem Therapeuten würde ich nie wieder gehen.

Also ich persönlich kann davon nur abraten!!”


taz-erfahrungsbericht-atlasprofilax

Ein Stups und fast alles wird gut

“Nach etwa zwei Monaten sollte man Ergebnisse merken. Ich merke was: Ich bin zwar nicht von allen Übeln befreit, das hatte ja aber auch keiner versprochen. Aber: Mein Rücken ist gerader, die Haltung hat sich etwas verbessert und auch das Zähneknirschen ist etwas weniger geworden. Ob das von der Atlasprofilax kommt? „Wenn man von der Methode überzeugt ist, kann auch der Placebo-Effekt zu einer Heilung beitragen“, sagt Kladny.”